Liebe Schülerinnen und Schüler, sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,

seit dem 15. März sind nach den Abschlussklassen auch die anderen Jahrgänge im Rahmen eines Wechselunterrichtes mit grundsätzlich geteilten Klassen an die Agnes-Wenke-Schule zurückgekehrt. Dies ist für alle Schülerinnen und Schüler, die seit Mitte Dezember 2020 überhaupt keinen Präsenzunterricht in der Schule hatten, ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr schulischer Normalität sowie zu mehr Stabilität und Regelmäßigkeit im Tagesablauf.

Dieser Schritt zu mehr schulischer Normalität muss jedoch immer auch unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens erfolgen. Vor den Osterferien kommt die Möglichkeit des freiwilligen Testens für Schülerinnen und Schüler an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen in einem gestuften Verfahren hinzu. Jede Schülerin und jeder Schüler wird vor den Osterferien jeweils einen Selbsttest durchführen können.

Bei den vom Land beschafften Tests handelt es sich um Selbsttests, d.h. um Tests zur Eigenanwendung. Bis zum Beginn der Osterferien werden ausschließlich Selbsttests der Firma Roche an die Schulen geliefert. Sogenannte PoC-Schnelltests können innerhalb von gut 15 bis 30 Minuten Aufschluss darüber geben, ob eine Person zum Zeitpunkt der Testung infektiös ist. Insbesondere Personen mit hoher Viruslast können somit identifiziert werden. Eine Kurzanleitung des Selbsttests und weitere Informationen finden Sie auf der Übersichtsseite im Bildungsportal:
Link zur Seite des Schulministeriums

Selbsttests oder Laientests sind sogenannte PoC-Tests und haben ihren Namen, weil diese Tests jeder selber durchführen kann. Die Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür ist die Probenentnahme und Probenauswertung entsprechend einfach. Die Tests können zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. In der auch öffentlichen Diskussion werden Selbsttests mitunter als Unterfall des Schnelltests beschrieben. Um Missverständnisse zu vermeiden werden die Testverfahren hier aber begrifflich klar getrennt. Schnell- und Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerquote. Daher soll nach jedem positiven Schnell- und Selbsttest immer ein PCR-Test zur Bestätigung durchgeführt werden.

Grundsätzlich entscheiden die Schulen nach ihren Gegebenheiten über Zeitpunkt und Organisation der Testungen. Wir müssen nur sicherstellen, dass vor Beginn der Osterferien eine Testung durchgeführt wird. Die Testungen finden in den Klassen- oder Kursräumen an den von der Schulleitung festzulegenden Tagen grundsätzlich zu Beginn des Unterrichtes mit den im Präsenzunterricht anwesenden Schülerinnen und Schülern statt. Alle Schülerinnen und Schüler sollen bis zu den Osterferien eine Testmöglichkeit bekommen. Das schulische Personal – insbesondere Lehrerinnen und Lehrer – beaufsichtigen die Durchführung der Selbsttests. Die Testung in der Schule stellt für alle Schülerinnen und Schüler sicher, dass der Test unter Beachtung der Gebrauchsanweisung richtig durchgeführt wird und eine unverzügliche Information über mögliche Infektionen vorliegt. Die Durchführung der findet unter Einhaltung der Vorgaben für Hygiene und den Infektionsschutz in Schulen statt. Bei der Durchführung der Testungen sollen und dürfen Lehrkräfte und sonstiges schulisches Personal keine Hilfestellungen (z.B. Abstriche vornehmen, Teströhrchen befüllen etc.) leisten. Die Lehrkräfte kontrollieren das Ergebnis der Testung. Wenn ein positives Testergebnis vorliegt, muss das Ergebnis auch unverzüglich dokumentiert werden. Ein positives Ergebnis eines Selbsttests ist noch kein positiver Befund einer Covid-19-Erkrankung, stellt allerdings einen begründeten Verdachtsfall dar. Die betroffene Person muss unverzüglich und in altersgerechter Weise unter Einhaltung der allgemeinen Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen isoliert werden. Die Schulleitung informiert die Eltern oder sozialpädagogischen Einrichtungen und entscheidet, ob die Schülerin oder der Schüler nach Hause geschickt wird oder aus der Schule abgeholt werden muss. Eine Nutzung des ÖPNV für die Heimfahrt sollte unbedingt vermieden werden. Bei einemn positivem Testergebnis besteht keine Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt. Ein positives Selbsttestergebnis ist aber zwingend durch eine PCR-Testung zu bestätigen. Hierfür muss umgehend durch die betroffene Person bzw. deren Eltern/Sorgeberechtigte von zuhause aus Kontakt mit der Hausärztin/dem Hausarzt bzw. der Kinderärztin/dem Kinderarzt aufgenommen und ein Termin vereinbart werden. Eine erneute Teilnahme der Schülerin oder des Schülers am Unterricht ist erst mit einem negativen PCR-Test wieder möglich. Bis zum PCR-Testtermin sollte sich die Person in freiwillige häusliche Quarantäne begeben, um der Gefahr von Ansteckungen vorzubeugen.

Eltern, die gegen die Durchführung eines Selbsttestes ihres Kindes sind, haben die Möglichkeit der Widerspruchserklärung.

Mit den Testungen sollen in Schulen als ein weiteres Schutzinstrument eingeführt werden. Damit dies seine Wirkung entfalten kann, sollten die Testungen möglichst flächendeckend bzw. bei allen Schülerinnen und Schülern in der Schule durchgeführt werden. Gleichwohl: Die Testung ist freiwillig. Bei Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres können die Eltern Widerspruch gegen die Teilnahme ihres Kindes an der Testung erheben. Bei einem Widerspruchsverfahren müssen Eltern aktiv werden, die tatsächliche Einwände gegen den Test haben. Die Schule muss keine Einverständniserklärung von allen Eltern einholen. Da die Teilnahme an den Testungen auf freiwilliger Basis erfolgt, ergeben sich aus der Verweigerung eines Tests durch eine Schülerin oder einen Schüler keine Konsequenzen. Ein Muster für eine Widerspruchserklärung finden Sie auch auf der Übersichtsseite im Bildungsportal:
Zur Widerspruchserklärung
Die Widerspruchserklärung ist hier in mehreren Sprachen abrufbar.

Hinsichtlich des Umgangs mit den Testergebnissen werden grundsätzlich datenschutzrechtliche Vorgaben umgesetzt. Die schulinterne Nennung der Namen positiv getesteter Schülerinnen und Schüler ist zulässig. Davon ist hier auszugehen, da ein Fall des § 54 Abs. 4 SchulG gegeben ist und die Veranlassung von Folgemaßnahmen in Bezug auf Kontaktpersonen erforderlich ist. Der Kreis der informierten Personen muss auf das absolut notwendige Mindestmaß beschränkt werden. Ein positives Ergebnis des Selbsttests ist noch nicht als ein positiver Befund einer Covid-19-Erkrankung zu werten, stellt allerdings einen begründeten Verdachtsfall dar (siehe oben).

Unabhängig von allen Maßnahmen gilt auch weiterhin: Symptomatische Personen sollen gar nicht erst in die Schule kommen. Wenn Erkrankte (oder deren Eltern) den Verdacht haben, dass eine COVID-19-Erkrankung vorliegen könnte, müssen diese Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben; die Eltern oder die volljährigen Schülerinnen und Schüler müssen Kontakt mit der Hausärztin/dem Hausarzt bzw. der Kinderärztin/dem Kinderarzt aufnehmen.(siehe auch „Elterninfo Handlungsempfehlungen“)

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Schauerte
(Sekundarschuldirektor)