Rechts, links, vor und zurück – das Bau-Board verlangt einem viel ab: einen Gleichgewichtssinn ebenso wie ein waches Köpfchen. Denn die Fragen, die während des simulierten holprigen Fluges über die Baustelle gestellt werden, sind nicht ohne…! Der Bau-Bus NRW “Bau dein Ding!” des Bauindustrieverbandes NRW e.V. bot den Schüler/innen des 9. Jahrgangs am Dienstag und Mittwoch, 25. und 26. September, einen praktischen Einblick in den Berufsalltag auf dem Bau. In einer Doppelstunde konnten die Schüler/innen Klasse für Klasse ausprobieren, tüfteln und staunen. Der Bus enthält neben verschiedenen bauhandwerklichen Aufgaben (z.B. ferngesteuerter Mini-Bagger, Geräusche-Rätsel, Fühlkasten, Gewichteschätzen) auch mehrere spannende Multimedia-Elemente. Durch diese interessanten Elemente werden die Schüler auf spielerische Weise an über 20 Bauberufe herangeführt und können aktiv ausprobieren, ob sie dafür die notwendigen Fähigkeiten besitzen.

Arm verbinden, Würfelmontage, Dachpfannen werfen: Am Freitag, 12. Oktober, fand der Berufsorientierungstag für die Jahrgangsstufe 7 des Technikzentrums Minden-Lübbecke e.V. statt. An 12 bis 16 Stationen konnten die Schüler und Schülerinnen in jeweils 20 Minuten herausfinden, in welchen beruflichen Bereichen ihre Interessen und Talente liegen. In Kleingruppen absolvierten sie an jeder Station eine Aufgabe aus einem bestimmten Berufsumfeld. Dabei mussten zum Beispiel Kabel verbunden, Dachpfannen geworfen, Abstände gemessen, Modellhäuser gebaut, Teller getragen, Babys gewickelt und Lebensmittel benannt werden. Die Arbeitsproben, Werkzeuge und Materialien waren gendersensibel und migrantengerecht gestaltet.

Nur zwei Highlights der AWS-Berufsorientierungsangebote. Denn in Zusammenarbeit mit der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (Berufswahlpass NRW), dem BiZ (Berufsinformationszentrum Arnsberg), die Initiative Ausbildungsbotschafter, dem Programm Berufsorientierung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und einem fundierten Netzwerk aus regionalen kleinen und mittelständischen Unternehmen unterstützt die Agnes-Wenke-Sekundarschule ihre Schüler und Schülerinnen individuell in der Berufs- und/oder Studienwahl.

Talente entdecken – Interessen wecken

Berufe der Eltern, Girl´s & Boy´s Day, Berufsorientierungstraining – bereits in den Jahrgängen 5 bis 7 werden die Schüler und Schülerinnen an die Berufswelt herangeführt. Spielerisch, motivierend und informativ lernen sie verschiedene Berufe kennen. „Unsere Schülerinnen und Schüler sollen behutsam und individuell auf ihre spätere Berufswahl vorbereitet werden“, sagt Thorsten Ogrzall, Studien- und Berufswahlkoordinator.

Ab Jahrgang 8 wird´s ernster. „Die Berufsorientierung an der AWS zieht sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Jahrgänge 5-10. Dazu nutzen wir spielerische und entdeckende Angebote in den Jahrgangsstufen 5-7 und ab Jahrgang 8 kommen dann die Inhalte aus KAoA und individuelle Beratungsangebote hinzu“, so Ogrzall weiter. Mit dem Einstieg in den Berufswahlpass, der Erhebung der Potentialanalyse und den Berufsfelderkundungstagen können die Schüler und Schülerinnen ihre eigenen Talente und Interessen kennenlernen. In ersten Beratungsgesprächen mit einer externen Berufsberaterin können erste Fragen und Wünsche der Schüler und Schülerinnen geklärt werden.

Der Besuch der Ausbildungsbotschafter, der Baubus, das Bewerbungstraining, der Besuch der Ausbildungsmesse und die ausführliche Berufsrecherche steht den Schülern und Schülerinnen des 9. Jahrgangs zur Verfügung. Auch ein dreiwöchiges Praktikum steht auf der Agenda. Zusätzlich bietet die Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, Frau Kettler, für die Jahrgänge 8 bis 10 Sprechstunden an.

Das zweite Praktikum während der Schulzeit findet im Jahrgang 10 statt. Aktuell starten die Schüler und Schülerinnen ihr zweiwöchiges Praktikum in regionalen Betrieben verschiedenster Branchen. Hinzu kommen Beratungsgespräche mit der Berufsberaterin der Agentur für Arbeit, BK-Lehrer/innen, ein zweitägiger Erste-Hilfe-Kurs und das freiwillige Langzeitpraktikum in Absprache.

Gleichzeitig steht allen Schülern und Schülerinnen der 8. bis 10. Jahrgängen das Berufsorientierungsbüro zur Verfügung – hier können sie berufsorientiert im Internet recherchieren oder ein Beratungsgespräch mit dem Stubo-Team (Studien-/Berufswahlkoordinatoren: Frau Klinkemeier, Herr Ogrzall und Herr Düllberg) führen.

Und die Schüler/innen? Was sagen sie?

<strong>Luisa</strong>, Abschlussjahrgang 2018/2019

Ich finde die Berufsvorbereitung megagut und die Praktika sind sehr hilfreich. Der Besuch im BiZ hat auch ein wenig geholfen, weil wir Ansprechpartner hatten, die sich damit auskennen und uns Empfehlungen geben bzw. bei Fragen auch helfen konnten. Wir hatten letztes Schuljahr den Dachdeckerbus. Ich finde, dass es teils hilfreich war aber teils auch nicht. Wir haben zwar einiges über den Beruf gelernt, aber das kann man in einem Praktikum besser und mehr.

Die Berufsberatung finde ich gut, da uns zum Beispiel für das Praktikum einige Stellen genannt wurden zu dem Beruf, den wir uns vorstellen können. Auch bei weiteren Fragen wie Ausbildung, Fachabitur, Abitur etc. wurden und werden wir dadurch gut beraten.

<strong>Marie</strong>, Abschlussjahrgang 2018/2019
Also – ich finde es gut, dass es die Berufsberatung und das BoB (Anm. Red. Berufsorientierungsbüro) an unserer Schule gibt, da es einen gut dabei helfen kann zu wissen, was für einen Beruf man später mal machen möchte.
<strong>Leonie</strong>, Abschlussjahrgang 2018/2019
Ich finde es eigentlich total gut, dass wir verschiedene Praktika machen können, um zu gucken, was uns gefällt und ob wir uns vorstellen können, das später zu machen. Das ist ziemlich hilfreich und ich finde es auch gut, dass wir den BoB-Raum haben. So wird uns geholfen, einen Beruf zu finden.